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Mangelnde Selbstkontrolle

23. September 2014 – 00:01 wal (421x aufgerufen) |

452043_web_R_K_B_by_Martin Müller_pixelio.deIn unserem Alltag widerstehen wir immer wieder kleineren oder größeren Versuchungen; sei es, doch noch ein Stück Schokolade zu essen oder sich vielleicht noch einmal kurz hinzulegen. Dieses „Widerstehen“ wird der Selbstkontrolle zugeschrieben. Das Problem bei der Sache: Selbstkontrolle ist erschöpflich; müssen wir oft widerstehen, so kann es passieren, dass wir umso impulsiver bei einer neuen Gelegenheit reagieren. Dies legt zumindest eine Studie aus dem Jahre 2011 nahe: Mittels eines Beepers wurden um die 200 Probanden täglich befragt. In mehr als der Hälfte der Fälle wurde angegeben, dass die Teilnehmer momentan Versuchungen widerstanden. Während die einen problemlos durchführbar waren, beispielsweise der Wunsch nach einem Schluck Wasser, mussten andere unterdrückt werden, z. B. Schlafen. 70 % dieser Wünsche konnten beherrscht werden. Es zeigte sich ebenfalls, dass bei jedem weiteren Wunsch, der unterdrückt werden sollte, die Wahrscheinlichkeit stieg, dass die Probanden impulsiv handelten.

Selbstkontrolle wird mit Aktivitäten im Frontallappen des Gehirns assoziiert. Neurowissenschaftliche Studien deuten daraufhin, dass bei jeder erfolgreichen Selbstkontrolle die Aktivität im Frontallappen bei einer folgenden Versuchung niedriger wird. Doch wie kommt es zu der immer geringer werdenden Selbstkontrolle? Als Ursache wird ein Mangel an Glukose diskutiert. Diese Vermutung wird von einigen Studien gestützt.

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Mehr zum Thema „Selbstregulation“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Martin Müller / pixelio.de

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