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Unbewusste Wahrnehmung

17. September 2014 – 00:01 wal (529x aufgerufen) |

693936_web_R_K_B_by_Luedi_pixelio.deDas Gefühl kennt fast jeder. Man läuft durch eine menschenleere Straße und fühlt sich plötzlich beobachtet, obwohl niemand zu sehen ist. Nach ein paar Augenblicken des Suchens entdeckt man eine Gestalt am Fenster. Doch wie kommt es, dass man die Anwesenheit eines anderen bemerkt, ohne ihn bewusst zu sehen? Anhänger parapsychologischer Theorien erklären das Phänomen mit einem „zusätzlichen Sinn für Nähe“. Ein Vorreiter dieser Theorien ist Rupert Sheldrake. In mehreren Experimenten versuchte er, die Existenz dieses „Sinns“ nachzuweisen. Das Problem: Auch wenn die Studien auf einen solchen Sinn hinwiesen, konnten sie weder von Forscherkollegen noch von Sheldrake selbst repliziert werden.

Die aktuelle Forschung deutet das Phänomen eher im Sinne einer unbewussten Wahrnehmung. So könnte man die Ergebnisse Sheldrakes beispielsweise folgendermaßen erklären: In einem Ursprungsexperiment stand eine Person direkt hinter der Versuchsperson. Diese sollte angeben, ob sie von der zweiten Person angestarrt wurde oder nicht. Bei der Replikation des Experiments stand die zweite Person hinter einer Glasscheibe. In diesem Fall ging die Trefferquote der Probanden zurück. Möglicherweise könnten im ersten Experiment unbewusst wahrgenommene Geräusche die zweite Person verraten haben.

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Bildquelle: © Luedi / pixelio.de

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