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Wenn Wut die eigene Position stärkt

5. September 2014 – 15:37 wal (774x aufgerufen) |

85215_web_R_K_B_by_S. Hofschlaeger_pixelio.deWut gilt als universal. Das bedeutet, dass sie in nahezu allen Kulturen vorkommt. Sind wir wütend, spannen sich unsere Gesichtsmuskeln in charakteristischer Weise an. So werden beispielsweise die Augen zusammengekniffen. Der zur Emotion zugehörige Gesichtsausdruck entsteht durch das Zusammenspiel sieben verschiedener Muskelgruppen. Eine neue Studie der Griffith University in Australien in Kooperation mit der University of California in Santa Barbara untersuchte nun, warum gerade diese charakteristische Mimik mit Wut assoziiert ist. Hierzu wurden den Probanden verschiedene Gesichter am PC präsentiert. Jedes Gesicht wurde im Vorhinein so verändert, dass je eine Muskelgruppe, die an einem wütenden Gesichtsausdruck beteiligt ist, von den Forschern in dem jeweiligen Gesicht angepasst wurde. Das heißt, dass beispielsweise lediglich die Mundwinkel des Gesichtes nach unten gezogen waren; der Gesamtausdruck jedoch nicht dem eines wütenden Gesichtes entsprach. Die Versuchspersonen sollten nun eine Einschätzung der Gesichter vornehmen.

Ergebnis: Die um je eine Muskelgruppe veränderten Gesichter brachten die Probanden mit Stärke in Verbindung. Die Studienautoren deuteten daher das Zusammenspiel der entsprechenden Muskelgruppen als Bedrohungsgeste. Die sieben Muskelgruppen könnten an dem Gesichtsausdruck beteiligt sein, weil sie scheinbar imstande sind, Stärke zu demonstrieren.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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