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Archiv September, 2014

Networking: Das unangenehme GefĂŒhl danach

30. September 2014 – 00:01 wal (673x aufgerufen)

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Wer Karriere machen möchte, dem nutzen Beziehungen oft ungemein. Eine ganze Reihe dieser GeschĂ€ftsbeziehungen können durch sogenanntes Networking erworben werden. Die Arbeitnehmer gehen zu einer organisierten Veranstaltung, die dem Zweck dient, Leute kennenzulernen, die zur Verbesserung der eigenen Berufschancen dienlich sein könnten. Doch wie fĂŒhlen sich die Teilnehmer nach einer solchen Veranstaltung? Studien mehrerer verschiedener UniversitĂ€ten in Kanada und den USA kamen zu dem Ergebnis, dass sich Menschen nach einer Networking-Veranstaltung oft dreckig fĂŒhlen. Dieses GefĂŒhl kann hierbei scheinbar so stark sein, dass sogar ein erhöhtes BedĂŒrfnis, sich zu waschen, besteht. Jedoch gibt es auch Personen, die Networking-Events nicht mit einem solchen GefĂŒhl verbinden: Je höher Networker ihre eigene Macht einschĂ€tzen, sei es durch eine höhere Position innerhalb eines Unternehmens, desto angenehmer empfinden sie die Veranstaltung.

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Bildquelle: © GG-Berlin / pixelio.de

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Spruch der Woche

29. September 2014 – 00:01 wal (532x aufgerufen)

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„GegenĂŒber der FĂ€higkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832), deutscher Dichter.

Bildquelle: © GG-Berlin / pixelio.de

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Auch im Schlaf aktiv

25. September 2014 – 00:01 wal (636x aufgerufen)

635342_web_R_K_B_by_Christiane Heuser_pixelio.deWie viel nimmt der Mensch wahr, wĂ€hrend er schlĂ€ft? Den Ergebnissen einer Untersuchung der Ecole Normale SupĂ©rieure in Paris zufolge mehr als bisher angenommen. Im Rahmen der Studie sollten die Probanden zunĂ€chst gehörte Begriffe den Kategorien „Tier“ bzw. „Objekt“ per Tastendruck zuordnen. Zeitgleich wurde das EEG der Teilnehmer aufgezeichnet. Der Rest des Versuchs fand im Schlaflabor statt: WĂ€hrend die Versuchspersonen schliefen, wurden ihnen wieder neue Begriffe aus den beiden Kategorien „Tier“ und „Objekt“ vorgespielt; parallel wurde ein neues EEG abgeleitet.

Bei der Auswertung wurden die beiden aufgenommenen EEGs miteinander verglichen. Da die im Wachzustand erhobenen EEG-Daten das typische Muster der HirnaktivitĂ€t der Versuchspersonen bei der Aufgabenlösung reprĂ€sentierten, konnten diese als VergleichsgrĂ¶ĂŸe herangezogen werden. Es zeigte sich, dass sich auch im Schlaf das entsprechende AktivitĂ€tsmuster  einstellte wie zuvor beim Lösen der Aufgaben im Wachzustand. Die Forscher deuten die Ergebnisse als Nachweis, dass auch im Schlaf Kategorisierungen möglich sind.

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Bildquelle: © Christiane Heuser / pixelio.de

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Feldstudie: Wann versöhnen wir uns mit anderen?

24. September 2014 – 00:01 wal (585x aufgerufen)

224170_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deBetrachtet man die Krisenherde dieser Erde, so wird schnell klar, dass eine Versöhnung der sich feindlich gegenĂŒberstehenden Parteien oft nur schwer möglich ist. Besonders kompliziert wird es, wenn beide Gruppen dabei sowohl Opfer als auch TĂ€ter sind. Gerade in diesen FĂ€llen stellt sich die Frage, welche Faktoren die Versöhnungsbereitschaft beeinflussen. Eine neu veröffentlichte Studie der FernUniversitĂ€t Hagen in Kooperation mit Forschern aus Norwegen und Israel beschĂ€ftigt sich nun mit dieser Thematik. Bei der Studie handelt es sich um ein Feldexperiment, das in Liberia durchgefĂŒhrt wurde. Wichtig ist hierbei, dass in diesem Land vor nicht allzu langer Zeit BĂŒrgerkriege stattgefunden haben, die mit einer großen Opferzahl einhergingen. Verschiedene Volksgruppen bekĂ€mpften sich und ĂŒbten jeweils Gewalt auf die anderen Gruppen aus. Aus diesem Grund gibt es keine klaren Opfer- und TĂ€terzuschreibungen. Auffallend ist jedoch, dass sich die damals beteiligten Gruppen meist selbst die Opferrolle zuschreiben und den Konkurrenten die TĂ€terrolle.

Die Forscher ordneten die Probanden einer von zwei verschiedenen Bedingungen zu: Entweder sollte die Opferrolle eingenommen werden und GrĂ€ueltaten des Krieges aus dieser betrachtet werden oder aber es sollte die TĂ€terrolle eingenommen werden, das heißt, die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert, eine Situation zu beschreiben, in der ihre eigene Gruppe Gewalt verĂŒbt hat. Versuchspersonen in der TĂ€terbedingung zeigten ein grĂ¶ĂŸeres Maß an Empathie fĂŒr die gegnerische Gruppe und eine höhere Bereitschaft, sich mit dieser zu versöhnen.

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Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Mangelnde Selbstkontrolle

23. September 2014 – 00:01 wal (487x aufgerufen)

452043_web_R_K_B_by_Martin MĂŒller_pixelio.deIn unserem Alltag widerstehen wir immer wieder kleineren oder grĂ¶ĂŸeren Versuchungen; sei es, doch noch ein StĂŒck Schokolade zu essen oder sich vielleicht noch einmal kurz hinzulegen. Dieses „Widerstehen“ wird der Selbstkontrolle zugeschrieben. Das Problem bei der Sache: Selbstkontrolle ist erschöpflich; mĂŒssen wir oft widerstehen, so kann es passieren, dass wir umso impulsiver bei einer neuen Gelegenheit reagieren. Dies legt zumindest eine Studie aus dem Jahre 2011 nahe: Mittels eines Beepers wurden um die 200 Probanden tĂ€glich befragt. In mehr als der HĂ€lfte der FĂ€lle wurde angegeben, dass die Teilnehmer momentan Versuchungen widerstanden. WĂ€hrend die einen problemlos durchfĂŒhrbar waren, beispielsweise der Wunsch nach einem Schluck Wasser, mussten andere unterdrĂŒckt werden, z. B. Schlafen. 70 % dieser WĂŒnsche konnten beherrscht werden. Es zeigte sich ebenfalls, dass bei jedem weiteren Wunsch, der unterdrĂŒckt werden sollte, die Wahrscheinlichkeit stieg, dass die Probanden impulsiv handelten.

Selbstkontrolle wird mit AktivitĂ€ten im Frontallappen des Gehirns assoziiert. Neurowissenschaftliche Studien deuten daraufhin, dass bei jeder erfolgreichen Selbstkontrolle die AktivitĂ€t im Frontallappen bei einer folgenden Versuchung niedriger wird. Doch wie kommt es zu der immer geringer werdenden Selbstkontrolle? Als Ursache wird ein Mangel an Glukose diskutiert. Diese Vermutung wird von einigen Studien gestĂŒtzt.

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Mehr zum Thema „Selbstregulation“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Martin MĂŒller / pixelio.de

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Spruch der Woche

22. September 2014 – 00:01 wal (333x aufgerufen)

Drei Aktenordner sind aufeinander gestapelt. Dabei sind der unterste und der oberste Ordner weiß, der mittlere rot.

„Zwanghaftes Arbeiten allein wĂŒrde die Menschen ebenso verrĂŒckt machen wie absolutes Nichtstun. Erst durch die Kombination beider Komponenten wird das Leben ertrĂ€glich.“

Erich Fromm (1900 – 1980), Psychoanalytiker.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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„Welt-Suizid-Report“ der WHO

19. September 2014 – 00:01 wal (726x aufgerufen)

Exif_JPEG_PICTUREVor kurzem wurde von der Weltgesundheitsorganisation der erste „Welt-Suizid-Report“ herausgegeben. Die Organisation bittet, verantwortungsvoll mit den veröffentlichten Daten umzugehen.

Laut Bericht nehmen sich jedes Jahr etwa 800.000 Menschen weltweit das Leben. AuffĂ€llig ist hierbei die internationale Verteilung der Suizide: Ärmere LĂ€nder scheinen eine höhere Suizidrate zu haben wie reichere. Außerdem unterscheidet sich auch das GeschlechterverhĂ€ltnis: WĂ€hrend beispielsweise in Deutschland der grĂ¶ĂŸte Teil der Suizide von MĂ€nnern begangen wird, liegen die Zahlen fĂŒr beide Geschlechter in Ă€rmeren LĂ€ndern nĂ€her beieinander. Betrachtet man das Alter der Betroffenen, so fĂ€llt auf, dass Tod durch Suizid bei den 15-29-jĂ€hrigen die zweithĂ€ufigste Todesursache darstellt. Ebenfalls sticht hervor, dass global die höchsten Suizidraten bei den ĂŒber 70-jĂ€hrigen gefunden werden konnten.

Die MitgliedslĂ€nder der WHO verabschiedeten einen Beschluss, der die Senkung der Suizidraten um 10 % bis zum Jahre 2020 vorsieht. Zum Erreichen dieses Ziels wurden bereits einige PrĂ€ventionsmaßnahmen vorgestellt, beispielsweise den Ausbau von Hilfsangeboten fĂŒr Patienten mit chronischen Schmerzen oder psychischen Problemen.

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Bildquelle: ©  Jakob Ehrhardt / pixelio.de

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Unbewusste Wahrnehmung

17. September 2014 – 00:01 wal (653x aufgerufen)

693936_web_R_K_B_by_Luedi_pixelio.deDas GefĂŒhl kennt fast jeder. Man lĂ€uft durch eine menschenleere Straße und fĂŒhlt sich plötzlich beobachtet, obwohl niemand zu sehen ist. Nach ein paar Augenblicken des Suchens entdeckt man eine Gestalt am Fenster. Doch wie kommt es, dass man die Anwesenheit eines anderen bemerkt, ohne ihn bewusst zu sehen? AnhĂ€nger parapsychologischer Theorien erklĂ€ren das PhĂ€nomen mit einem „zusĂ€tzlichen Sinn fĂŒr NĂ€he“. Ein Vorreiter dieser Theorien ist Rupert Sheldrake. In mehreren Experimenten versuchte er, die Existenz dieses „Sinns“ nachzuweisen. Das Problem: Auch wenn die Studien auf einen solchen Sinn hinwiesen, konnten sie weder von Forscherkollegen noch von Sheldrake selbst repliziert werden.

Die aktuelle Forschung deutet das PhĂ€nomen eher im Sinne einer unbewussten Wahrnehmung. So könnte man die Ergebnisse Sheldrakes beispielsweise folgendermaßen erklĂ€ren: In einem Ursprungsexperiment stand eine Person direkt hinter der Versuchsperson. Diese sollte angeben, ob sie von der zweiten Person angestarrt wurde oder nicht. Bei der Replikation des Experiments stand die zweite Person hinter einer Glasscheibe. In diesem Fall ging die Trefferquote der Probanden zurĂŒck. Möglicherweise könnten im ersten Experiment unbewusst wahrgenommene GerĂ€usche die zweite Person verraten haben.

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Bildquelle: © Luedi / pixelio.de

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Erfahrung durch eigenes Erleben

16. September 2014 – 00:01 wal (648x aufgerufen)

684950_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deWie fĂŒhlt sich eigentlich eine psychische Krise ĂŒberhaupt an? Was Mediziner und Therapeuten oft nur theoretisch erlernt oder aus der Beobachterperspektive erfahren haben, muss nicht mit dem Empfinden des Patienten einhergehen. Aus diesem Grund wurde vor ein paar Jahren die Aktion „Ex-In“ ins Leben gerufen. Hinter dem KĂŒrzel steht ein Projekt, das von der EuropĂ€ischen Union gefördert wurde und Patienten als „Experten“ fĂŒr ihre eigene Krankheit sieht. Diese Patienten können nun zu Genesungsbegleitern ausgebildet werden und ihre Erfahrungen mit anderen Patienten teilen, aber auch mit Fachpersonal wie Medizinern oder Therapeuten. Die Ausbildung zum Genesungsbegleiter findet momentan deutschlandweit an 20 Standorten statt. Wer sich fĂŒr eine solche Ausbildung entscheidet, durchlĂ€uft zwei Phasen: In einem ersten Abschnitt wird sich zunĂ€chst mit der eigenen Erkrankung beschĂ€ftigt; was einen gesund hĂ€lt und wie man Verantwortung fĂŒr sich selbst ĂŒbernimmt. Im zweiten Abschnitt wird aus der eigenen Erfahrung und den Erfahrungen anderer Methoden entwickelt, die im spĂ€teren Umgang mit anderen Patienten nĂŒtzlich sein könnten, um diesen zu helfen. ErgĂ€nzt wird die Ausbildung durch mehrere Praktika.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Spruch der Woche

15. September 2014 – 00:01 wal (450x aufgerufen)

Schwarze Kieselsteine sind am Strand aufeinander gestapelt. In der Umgebung liegen Muscheln.

„So wie das Eisen außer Gebrauch rostet und das still stehende Wasser verdirbt oder bei KĂ€lte gefriert, so verkommt der Geist ohne Übung.“

Leonardo da Vinci (1452-1519), italienischer Universalgelehrter.

Bildquelle: NicoLeHe / pixelio.de

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