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Auswirkungen von Schlafentzug

1. August 2014 – 12:58 wal (571x aufgerufen) |

668527_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deBleiben wir länger als 24 Stunden wach, so leidet unser Konzentrationsvermögen stark. Dass wir aber auch Symptome aufweisen, die der Schizophrenie ähnlich sind, fand nun ein Forscherteam der Universität Bonn in Kooperation mit dem King’s College in London heraus. Hierzu wurden 24 Probanden zu zwei Terminen eingeladen. In einem ersten Termin musste eine Nacht im Schlaflabor durchgeschlafen werden. Im zweiten Termin wurden die Versuchspersonen mit Hilfe von beispielsweise Spielen oder Spaziergängen wach gehalten. Am nächsten Tag wurde dann mit ihnen eine Präpulsinhibition sowie eine Befragung zu ihren Eindrücken durchgeführt.

Ergebnis: Die Präpulsinhibition der Probanden war beeinträchtigt. Außerdem wurden Gerüche, Zeit, Licht und Farben anders wahrgenommen. Einige Versuchspersonen berichteten ebenfalls von Gedankensprüngen.

Zur Messung der Präpulsinhibition trägt der Proband einen Kopfhörer. Irgendwann ertönt ein lautes Geräusch, das in der Regel eine Schreckreaktion bei der Versuchsperson auslöst. Der Proband ist dabei mit Elektroden verbunden, die Muskelkontraktionen im Gesicht erfassen. Wird die Schreckreaktion ausgelöst, messen die Elektroden quasi, wie stark die Muskelkontraktionen hierbei sind. Wird der Teilnehmer einem Präpuls – ein schwacher Reiz – vor dem lauten Geräusch ausgesetzt, so fällt beim Gesunden die Schreckreaktion meist schwächer aus. Die Präpulsinhibition ist mit der Filterfunktion des Gehirns assoziiert und schützt uns vor Reizüberflutungen. Bei Schizophreniepatienten funktioniert dieser Filter jedoch nicht mehr entsprechend.

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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