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Mit paradoxem Denken zum Erfolg

18. Juli 2014 – 10:45 wal (505x aufgerufen) |

410237_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.deWas tun, wenn eine Verhandlung so festgefahren ist, dass sich beide Parteien nicht mehr von ihrem Standpunkt bewegen? Einen völlig neuen Ansatz liefert eine Studie der Universität von Tel Aviv. Die Forscher untersuchten, wie sich eine extrem überspitzte Darstellung der Gegenmeinung auf die Position des Verhandlungspartners auswirkt. Die Studie wurde im Hinblick auf den Palästina-Konflikt auf israelischer Seite durchgeführt.

Zunächst wurden die Probanden nach ihren politischen Meinungen in Bezug auf den Konflikt befragt. Im Anschluss wurden den Versuchsteilnehmern dann Kurzfilme präsentiert: Während die eine Gruppe einen touristischen Werbefilm über Israel sahen, wurde der anderen Gruppe mehrere Filme gezeigt, die den Palästina-Konflikt zum einen als gut, zum anderen als wichtig für die israelische Identität darstellten. Im Anschluss wurden wiederum die politischen Ansichten der Probanden erhoben. Im Vergleich zu der Gruppe, die lediglich den Werbespot gesehen hatte, änderten die Menschen, denen die Filme über den Konflikt gezeigt wurden, ihre Meinung stärker. Dies war auch bei Probanden mit rechten Standpunkten der Fall. Insgesamt wurde die Gegenseite weniger für den Konflikt verantwortlich gemacht. Auch zeichnete sich die Meinungsänderung in Wahlen nach dem Experiment ab: Die Probanden wählten eher Parteien, die sich für den Frieden engagierten.

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Mehr zum Thema „Verhandlungsführung“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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