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Riskantes Hirndoping

23. Mai 2014 – 16:10 wal (560x aufgerufen) |

Aufeinandergestapelte Bücher.

Der Konsum von sogenannten Smart Drugs boomt. Mit dem Begriff werden Medikamente, die zur vermeintlichen Leistungssteigerung missbraucht werden, beschrieben. Gerade an Schulen und Universitäten sind sie sehr beliebt und kommen scheinbar immer häufiger zum Einsatz, um den steigenden Leistungsanforderungen des Bildungssystems gerecht zu werden.

Oft werden jedoch neben den positiven Aspekten, die ihnen zugeschrieben werden wie zum Beispiel einer besseren Merkfähigkeit, potentielle Risiken übersehen. So zum Beispiel bei der Einnahme des Wirkstoffes Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin. Er verändert unter anderem die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin. Diese wiederum haben einen Einfluss auf den präfrontalen Kortex, der wichtig ist für das Finden von Entscheidungen und der Kontrolle von Emotionen und des Verhaltens. Problematisch hierbei: Der präfrontale Kortex ist bis in ein Lebensalter Anfang der 30iger nicht vollständig ausgereift. Somit können diese Medikamente ihn empfindlich in seiner Entwicklung stören. So könnte beispielsweise die Plastizität des präfrontalen Kortex beeinträchtigt werden, was zu längerfristigen Problemen beim Lernen und Unflexibilität führen kann.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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