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Dilemmas: Wenn die Grenzen zwischen richtig und falsch verschwimmen

15. Mai 2014 – 12:18 wal (540x aufgerufen) |

Ein steinerner Engel sitzt auf einem Grab

Stehen Menschen vor einem moralischen Dilemma, fällt eine Entscheidung schwer. Jede der Auswahlmöglichkeiten scheint falsch zu sein und unangenehme Konsequenzen mit sich zu bringen. Der endgültige Entschluss scheint hierbei an drei Faktoren gebunden zu sein: Zum einen ist es wichtig, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu kennen. Beispielsweise was passiert, wenn ich dies oder jenes tue? Zum anderen ist die eigene Rolle im Rahmen des Dilemmas wichtig, das heißt konkret, wie aktiv man selbst agieren muss. Als dritter Punkt sind die moralischen Vorstellungen der Gesellschaft wichtig.

Untersucht wird die Problematik in der Regel mit Gedankenexperimenten, bei denen sich die Studienteilnehmer vorstellen müssen, in einer bestimmten Situation, dem eigentlichen Dilemma, agieren zu müssen.

Hierbei zeigten einige Studien, dass z.B. mehr Probanden dazu geneigt sind, einen Menschen zu opfern und dafür mehr Personen zu retten, wenn sie nicht viel dafür machen mussten. Waren sie in ihren Vorstellungen jedoch aktiv an der Tötung der zu opfernden Person beteiligt, wollten sehr viel weniger der Teilnehmer die anderen retten.

Auch scheint emotionale Distanz eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zu spielen. So zeigte sich in westlichen Kulturen, dass Probanden eher aktiv werden, wenn ihnen die Aufgabenstellung in einer ihnen bekannten Fremdsprache vorgelegt wird oder sie sich stellvertretend für andere Personen entscheiden müssen.

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Bildquelle: © Norbert Höller /pixelio.de

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