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Stress ist übertragbar

9. Mai 2014 – 10:40 wal (550x aufgerufen) |

Weiße Pappaufsteller in Menschenform bilden eine Menschenmasse.

Damit wir Stress empfinden können, müssen wir selbst in der stressauslösenden Situation agieren. So die allgemeine Annahme. Dass wir scheinbar jedoch auch gestresst sein können, wenn wir anderen Personen nur dabei zuschauen, wie sie stressige Situationen meistern, zeigt eine neue Studie des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden: Versuchsteilnehmer wurden vor die Aufgabe gestellt, sich im Rahmen eines Vorstellungsgespräches zu behaupten und komplizierte Kopfrechenaufgaben zu lösen. Ihre Leistung wurde dabei vermeintlich beurteilt. Als Kontrollvariable wurde der Kortisolspiegel erhoben.

Diese Situation wurde nun von weiteren Probanden entweder direkt oder über einen Bildschirm beobachtet. Um das Ausmaß der möglicherweise erlebten Stressreaktion erfassen zu können, wurde auch der Kotisolspiegel dieser Versuchsteilnehmer erhoben. Es zeigte sich, dass 26 Prozent der Zuschauer beider Gruppen einen bedeutsamen Anstieg des Stresshormons Kortisol zeigten. Dies war verstärkt dann der Fall, wenn die gestresste Person und der Zuschauer in einer Partnerschaft lebten. Aber auch voneinander unabhängige Personen zeigten diese Reaktion.

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Bildquelle: © S. Hofschlaeger / pixelio.de

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