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Die Zukunft durch die rosarote Brille

9. Mai 2014 – 11:41 wal (536x aufgerufen) |

Bunte Luftballons schweben am Himmel. Im Hintergrund sieht man einen Kirchturm.

Wie sehen Menschen ihre Zukunft? Und wie realistisch sind die Vorhersagen, die sie für ihr eigenes Leben machen? Möglicherweise ziemlich verzerrt, wie einige Studien zu zeigen scheinen. Das Phänomen wurde von Tali Sharot und Elisabeth Phelps „optimism bias“ getauft. Konkret bedeutet das, dass Menschen ihre Zukunft unrealistisch postiv ausmalen, so z.B. ihre Karrierechancen weit überschätzen, mögliche Risiken jedoch unterschätzen. Dieser Effekt scheint sogar sehr resistent zu sein: Probanden, die z.B. mit ernüchternden Statistiken zu ihrem möglichen Krebs- oder Scheidungsrisiko konfrontiert wurden, passten ihre Zukunftsvorstellungen nur wenig bis gar nicht an.

Tali Sharot vermutet, dass der Effekt zwei nützliche Funktionen haben kann: Zum einen die Zukunft erträglicher zu machen und zum anderen sie sogar zu verbessern. Geht man z.B. bei einer Erkrankung von besseren Heilungschancen aus, so verbessert sich meist auch die Prognose wirklich.

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Bildquelle: © Walter Eberl / pixelio.de

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