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Archiv Mai, 2014

Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Hirndurchblutung während der Pubertät

30. Mai 2014 – 11:35 wal (608x aufgerufen)

507661_web_R_K_B_by_Aka_pixelio.deIm Rahmen einer k√ľrzlich ver√∂ffentlichten Studie der University of Pennsylvania in Philadelphia wurde mittels Magnetresonanztomographie die Hirndurchblutung von 922 Jugendlichen zwischen acht und 22 Jahren gemessen. Es zeigte sich, dass mit etwa zw√∂lf Jahren die Hirndurchblutung bei beiden Geschlechtern in gleichem Ma√üe abnahm. In einem sp√§teren Abschnitt der Pubert√§t jedoch stieg die Durchblutung bei M√§dchen wieder an, wohingegen sie bei den m√§nnlichen Probanden weiter abfiel. Besonders ausgepr√§gt war das Ph√§nomen in Bereichen des pr√§frontalen Kortex.

 

Die Forscher vermuten, dass sich durch die Unterschiede in der Hirndurchblutung zum einen die geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede in der Pubert√§t und zum anderen die Unterschiede in der Anf√§lligkeit f√ľr bestimmte psychische Erkrankungen, erkl√§ren.

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Der präfrontale Kortex ist in Aufgaben der Emotionskontrolle und des Sozialverhaltens involviert.

 

Mehr zum Thema „Hirnentwicklung und Pubert√§t“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

 

Buchtipp

 

Bildquelle: © Aka / pixelio.de

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Rechtfertigungen verändern die Erinnerung

30. Mai 2014 – 10:47 wal (638x aufgerufen)

689229_web_R_K_B_by_Katharina Wieland M√ľller_pixelio.deLesen wir Berichte √ľber Gr√§ueltaten, so beinhalten sie des √Ėfteren Rechtfertigungsversuche der T√§ter. Das eben diese Rechtfertigungsversuche die Erinnerung ver√§ndern k√∂nnen, solange sie Betroffene entlasten, zeigt eine neue Studie der Princeton University Woodrow Wilson School: 72¬† amerikanische Probanden wurden gebeten, verschiedene fiktive Texte √ľber Gr√§ueltaten, die w√§hrend des Irak- und Afghanistankrieges spielten, zu lesen. Jeder Bericht beschrieb dabei eine Gewalttat, die entweder ein amerikanischer oder ein afghanischer Soldat begangen hatte und eine Rechtfertigung f√ľr das Verbrechen. Dabei wurden in jedem Text kritische Details, die zum Beispiel mit dem Tathergang assoziiert waren, genannt und Items, die eher peripherer Natur waren.

Im Anschluss wurden zwei der Geschichten im Rahmen eines Videos von Schauspielern erneut vorgetragen, jedoch ohne Rechtfertigung. Nach einer Verz√∂gerung (Jeder Proband sollte einen Fragebogen, der f√ľr das Thema irrelevant war, ausf√ľllen) wurden die Teilnehmer dann gebeten, alles aufzuschreiben, was sie √ľber die Geschichten noch wussten.

Es zeigte sich, dass sich die Versuchsteilnehmer besser an die Geschichten erinnerten, die ihnen von den Schauspielern erneut vorgetragen wurden. Jedoch gab es Unterschiede im Erinnern der Rechtfertigungen. Während die Verteidigung des amerikanischen Soldaten eher erinnert wurde, zeigte sich das Gegenteil bei den afghanischen Soldaten: Ihre Erklärungen wurden eher vergessen.

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Bildquelle: ¬© Katharina Wieland M√ľller / pixelio.de

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Spruch der Woche

26. Mai 2014 – 00:01 wal (460x aufgerufen)

Alte Schulbänke mit Schultaschen.

„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“

Maria Montessori (1870-1952), italienische P√§dagogin und √Ąrztin.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

 

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Riskantes Hirndoping

23. Mai 2014 – 16:10 wal (530x aufgerufen)

Aufeinandergestapelte B√ľcher.

Der Konsum von sogenannten Smart Drugs boomt. Mit dem Begriff werden Medikamente, die zur vermeintlichen Leistungssteigerung missbraucht werden, beschrieben. Gerade an Schulen und Universitäten sind sie sehr beliebt und kommen scheinbar immer häufiger zum Einsatz, um den steigenden Leistungsanforderungen des Bildungssystems gerecht zu werden.

Oft werden jedoch neben den positiven Aspekten, die ihnen zugeschrieben werden wie zum Beispiel einer besseren Merkf√§higkeit, potentielle Risiken √ľbersehen. So zum Beispiel bei der Einnahme des Wirkstoffes Methylphenidat, auch bekannt als Ritalin. Er ver√§ndert unter anderem die Konzentration der Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin. Diese wiederum haben einen Einfluss auf den pr√§frontalen Kortex, der wichtig ist f√ľr das Finden von Entscheidungen und der Kontrolle von Emotionen und des Verhaltens. Problematisch hierbei: Der pr√§frontale Kortex ist bis in ein Lebensalter Anfang der 30iger nicht vollst√§ndig ausgereift. Somit k√∂nnen diese Medikamente ihn empfindlich in seiner Entwicklung st√∂ren. So k√∂nnte beispielsweise die Plastizit√§t des pr√§frontalen Kortex beeintr√§chtigt werden, was zu l√§ngerfristigen Problemen beim Lernen und Unflexibilit√§t f√ľhren kann.

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Bildquelle: © Lupo / pixelio.de

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Vergeben hat Einfluss auf die Erinnerung

21. Mai 2014 – 09:58 wal (595x aufgerufen)

502670_web_R_K_B_by_Wilhelmine Wulff_pixelio.de„Vergeben und vergessen“. So ein Sprichwort. Doch was ist wirklich daran? Vergessen wir schneller, wenn wir anderen vergeben? Dieser Frage hat sich eine Studie der University of St. Andrews in Schottland gewidmet: Versuchsteilnehmer wurden vor die Aufgabe gestellt, 40 Szenarios zu lesen, die soziales Fehlverhalten beschrieben, so zum Beispiel Seitenspr√ľnge oder Diebst√§hle. Im Anschluss mussten die Vergehen bewertet und entschieden werden, inwieweit man selbst in der Rolle des Opfers dem T√§ter verzeihen w√ľrde.

Nach einer Verz√∂gerung von mindestens einer Woche wurden die Probanden ein zweites Mal einbestellt, um einen Teil der Texte wiederzulesen. In diesem Durchgang jedoch waren die Szenarios mit neutralen Cuew√∂rtern gepaart. Diese Paarungen mussten gelernt werden. Anschlie√üend wurden die Cuew√∂rter wieder gezeigt, jedoch entweder in gr√ľner oder in roter Farbe. War der¬† Cue rot, so sollten die Probanden nicht an das passende Szenario denken, war er gr√ľn, sollten sie den entsprechenden Text memorieren. Diese Vorgehensweise der Versuchsleiter zielte darauf ab, die Versuchsteilnehmer spezifische Informationen vergessen zu lassen.

Es zeigte sich, dass die Probanden, die in der ersten Sitzung den Tätern verziehen hätten, auch eher die Details der Tat vergaßen, wenn sie dazu aufgefordert wurden. Dieses Phänomen konnte jedoch nicht beobachtet werden, wenn es keine derartige Anweisung gab. Konträr dazu gab es in der Gruppe, die den Fehltritt nicht vergeben hätte, keine solche Beobachtung.

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Bildquelle: © Wilhelmine Wulff / pixelio.de

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Wenn Unfreundlichkeit ein Vorteil ist

20. Mai 2014 – 11:44 wal (698x aufgerufen)

319668_web_R_K_B_by_Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de Geht man in ein Geschäft, möchte man fachgerecht bedient werden und das auch möglichst höflich. Das dies nur in einem gewissen Rahmen der Fall ist,  lässt eine neue Studie der University of British      Columbia vermuten: Versuchspersonen wurden in reale Verkaufssituationen involviert oder aber sie mussten sich diese Situationen vorstellen. Der sie beratende Verkäufer war dabei entweder freundlich  oder unfreundlich. Im Anschluss wurden alle nach dem Produkt befragt, dass ihnen in der Situation angeboten wurde. Von besonderem Interesse war hierbei, welchen Wert die Versuchsteilnehmer dem  angebotenen Artikel zuschrieben und wie begehrenswert es ihnen erschien.

Es zeigte sich, dass scheinbar vor allen Dingen Luxuswaren bei unfreundlichen Verk√§ufern als besonders begehrenswert eingestuft wurden. Dies galt jedoch nur f√ľr Verk√§ufer, die hochwertige Waren anpriesen. Fraglich bleibt jedoch, inwieweit diese Ergebnisse f√ľr den europ√§ischen Raum √ľbertragen werden k√∂nnen.

 

 

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Bildquelle: © Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

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Spruch der Woche

19. Mai 2014 – 00:01 wal (707x aufgerufen)

Eine Filmrolle, die abgewickelt wurde.

„Erinnerungen sind wie viele Konserven, ein bi√üchen sch√∂n gef√§rbt und deshalb nicht ganz unsch√§dlich.“

Maurice Chevalier (1888-1972), französischer Filmschauspieler.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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Dilemmas: Wenn die Grenzen zwischen richtig und falsch verschwimmen

15. Mai 2014 – 12:18 wal (533x aufgerufen)

Ein steinerner Engel sitzt auf einem Grab

Stehen Menschen vor einem moralischen Dilemma, f√§llt eine Entscheidung schwer. Jede der Auswahlm√∂glichkeiten scheint falsch zu sein und unangenehme Konsequenzen mit sich zu bringen. Der endg√ľltige Entschluss scheint hierbei an drei Faktoren gebunden zu sein: Zum einen ist es wichtig, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu kennen. Beispielsweise was passiert, wenn ich dies oder jenes tue? Zum anderen ist die eigene Rolle im Rahmen des Dilemmas wichtig, das hei√üt konkret, wie aktiv man selbst agieren muss. Als dritter Punkt sind die moralischen Vorstellungen der Gesellschaft wichtig.

Untersucht wird die Problematik in der Regel mit Gedankenexperimenten, bei denen sich die Studienteilnehmer vorstellen m√ľssen, in einer bestimmten Situation, dem eigentlichen Dilemma, agieren zu m√ľssen.

Hierbei zeigten einige Studien, dass z.B. mehr Probanden dazu geneigt sind, einen Menschen zu opfern und daf√ľr mehr Personen zu retten, wenn sie nicht viel daf√ľr machen mussten. Waren sie in ihren Vorstellungen jedoch aktiv an der T√∂tung der zu opfernden Person beteiligt, wollten sehr viel weniger der Teilnehmer die anderen retten.

Auch scheint emotionale Distanz eine wichtige Rolle bei der Entscheidung zu spielen. So zeigte sich in westlichen Kulturen, dass Probanden eher aktiv werden, wenn ihnen die Aufgabenstellung in einer ihnen bekannten Fremdsprache vorgelegt wird oder sie sich stellvertretend f√ľr andere Personen entscheiden m√ľssen.

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Bildquelle: © Norbert Höller /pixelio.de

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Buchtipp: Evolutionary perspectives on human sexual psychology and behavior

15. Mai 2014 – 11:40 wal (635x aufgerufen)

Ein Mann und eine Frau halten sich bei den Händen. Der Bildausschnitt zeigt nur dieses "Händchenhalten".

„Evolutionary perspectives on human sexual psychology and behavior“ gibt, wie der Titel schon annehmen l√§sst, einen umfassenden Einblick in die menschliche Sexualit√§t aus evolutionspsychologischer Perspektive. Ob es nun darum geht, wie M√§nner das sexuelle Interesse von Frauen wahrnehmen, Frauen K√∂rperbewegungen von M√§nnern interpretieren, die Auswahl des Partners an sich oder aber die Thematik der Homosexualit√§t: Die Bandbreite der behandelten Themen ist gro√ü. Der Leser bekommt im Rahmen der 20 Buchkapitel so einen umfassenden Einblick in aktuelle Theorien der Evolutionspsychologie.

Buchtipp

Das Buch ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek entleihbar.

Bildquelle: © sokaeiko /pixelio.de

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Sind Träume kontrollierbar?

15. Mai 2014 – 10:52 wal (733x aufgerufen)

Bootssteg mit einem Einstieg, um im Meer schwimmen zu können.

Tr√§ume passieren. Wir k√∂nnen sie weder √§ndern, noch sind wir uns bewusst, √ľberhaupt zu tr√§umen. Meist vergessen wir ihren Inhalt sogar relativ schnell wieder. Im Rahmen einer Studie des Universit√§tsklinikums G√∂ttingen schafften es Forscher nun, Menschen bewusst tr√§umen zu lassen. Hierzu mussten die Probanden vier N√§chte im Klinikum √ľbernachten. In der letzten Nacht w√§hrend der REM-Schlafphase wurde ihnen dann mittels transkranieller Wechselstromstimulation Teile des Frontalhirns angeregt.

Ergebnis: Ein gro√üer Teil der Probanden berichteten √ľber luzide Tr√§ume. Au√üerdem konnten kurz nach der Hirnstimulation Ver√§nderungen im EEG-Muster der Probanden nachgewiesen werden: Es traten vermehrt sogenannte Gamma-Schwingungen auf.

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Unter luziden Tr√§umen versteht man Traumzust√§nde, bei denen sich der Schlafende √ľber sein Tr√§umen bewusst ist und kontrollierend in die Handlung eingreifen kann.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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