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Gestresst und gleichzeitig sozial?

27. März 2014 – 13:40 wal (593x aufgerufen) |

TerminkalenderWenn Tiere gestresst sind, flüchten sie oder bereiten sich auf eine Kampfreaktion vor. Nach gängigen psychologischen Modellen sollte das beim Menschen im übertragenen Sinn auch der Fall sein. Doch kann man das auf diese Weise verallgemeinern? Reagieren Frauen und Männer vielleicht unterschiedlich auf psychosozialen Stress?

Unter anderem mit dieser Frage befasst sich eine neue Studie der Universität Wien in Kooperation mit der Universität Freiburg und der Scuola Internationale Superiore di Studi Avanzati Triest. Die Hypothese: Menschen unter psychosozialem Stress agieren egozentrischer und zeigen damit weniger Empathie für ihre Mitmenschen. Im Versuchsaufbau wurden daher je 40 Frauen und Männer in potentiell sehr stressige Situationen -dem öffentlichen Vortragen einer Präsentation sowie dem Rechnen schwerer Mathematikaufgaben unter Zeitdruck- gebracht. Um sicherzugehen, dass die Probanden auch wirklich akut gestresst waren, ermittelten die Forscher Cortisolwerte und die Pulsfrequenz der Studienteilnehmer. In einer Folgeaufgabe wurden die Versuchsteilnehmer dann gebeten, Aufgaben zur Empathie- und Perspektivenübernahme zu lösen. Ergebnis: Während Männer auf das Stressereignis hin mit einem verminderten Empathievermögen reagierten, war die Reaktion der Frauen umgekehrt. Die weiblichen Versuchspersonen zeigten im Rahmen der Stresssituation eine gesteigerte Empathie.

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Mehr zum Thema „Stress“ finden Sie im Bestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © ro18ger/ pixelio.de

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