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Neue Metaanalyse zur Effektivität verschiedener Fördermöglichkeiten bei Legasthenie

14. März 2014 – 14:05 wal (796x aufgerufen) |

Eine Hand hält die Buchstaben A,B und C.

Kinder, die an einer Lese-Rechtschreib-Schwäche leiden, bleiben im Schulsystem oft auf der Strecke. Da Lesen und Schreiben essentiell für den Wissenserwerb in der Schule ist, werden ihre Noten in Mitleidenschaft gezogen. Sie besuchen daher häufiger Haupt- oder Sonderschulen als andere Kinder, machen einen niedrigeren Berufsabschluss und bleiben beruflich meist hinter ihren kognitiven Möglichkeiten.

Von der Lese-Rechtschreibschwäche sind in Deutschland etwa fünf Prozent der Kinder betroffen. Es besteht Förderbedarf. Das Problem hierbei ist jedoch, dass es zwar viele Fördermöglichkeiten gibt, diese aber nur in Einzelstudien evaluiert wurden, so dass unklar ist, aus welcher Maßnahme das Kind den höchsten Gewinn ziehen kann.

Eine neu veröffentlichte Metastudie der Ludwig-Maximilians-Universität München hat sich dieser Problematik angenommen. In die Studie wurden Einzelstudien zu 20 Förderverfahren aufgenommen. Ergebnis: Die Verfahren schienen jeweils nur bis zu einem bestimmten Grad effektiv zu sein, wobei eine längere Förderungszeit nachhaltiger zu sein scheint als eher kürzere Einheiten. Die besten Ergebnisse erzielte im Rahmen der Studie die sogenannte „phonics instruction“. Innerhalb dieser Übung soll ein Gespür für die Zuordnung verschiedener Laute zu Buchstaben vermittelt werden. Außerdem wird der Lesefluss trainiert.

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Mehr zum Thema Lese-Rechtschreib-Störung finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © S.Hofschlaeger / pixelio.de

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