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Neue Richtlinien zur Diagnose von Autismus

7. März 2014 – 10:10 wal (633x aufgerufen) |

Vier Äpfel in einer Reihe. Einer ist rot, die anderen grün.Die neueste Auflage des DSM – das DSM-5- bringt für Kliniker viele Neuerungen mit sich. Eine dieser Änderungen steht zur Zeit heftig in der Kritik: Die Richtlinien zur Diagnose von Autismus. Gab es im DSM-IV-TR noch drei Subgruppen: Autistische Störung, Asperger-Störung und eine Restkategorie für tiefgreifende Entwicklungsstörungen, die nicht weiter spezifiziert sind, werden die verschiedenen Störungsbilder im DSM-5 nun nur noch als Autismus-Spektrum-Störung zusammengefasst. Die betroffenen Patienten werden nur noch anhand der Schwere ihrer Symptome eingeordnet. Neben der Autismus-Spektrum-Störung gibt es nun die neue Kategorie „social communication disorder“. Hierunter fallen Patienten, die Einschränkungen in der verbalen und nonverbalen Kommunikation aufweisen.

Kritiker sehen genau in dieser Entwicklung ein Problem: Aufgrund der neuen Diagnosekriterien für Autismus kann es passieren, dass viele Patienten mit Autismus-Spektrum-Störung nicht mehr richtig diagnostiziert werden und so keinen Zugang zur notwendigen Therapie erhalten. Diese Befürchtung wird durch Literatursichtungen und einer Metaanalyse gestützt.

 

Das DSM wird von der American Psychiatric Association herausgegeben und liegt mittlerweile in der 5. Auflage vor. Es handelt sich hierbei um ein Klassifikationssystem, das zur Diagnose psychischer Störungen zu Rate gezogen wird.

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Das DSM-5 ist aus dem Literaturbestand der Saarländischen Universitäts-und Landesbibliothek entleihbar.

Buchtipp

Bildquelle: © JMG / pixelio.de

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