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Die Glückseligkeit der Schönheit

28. Februar 2014 – 10:46 wal (596x aufgerufen) |

Drei violette Blumen auf einem Feld.

Sehen wir einen attraktiven Menschen, schreiben wir ihm meist automatisch positive Eigenschaften zu, schauen ihn länger an und fühlen uns wohl. Dieses „Wohl- oder Glücksgefühl“ wird durch ein körpereigenes Belohnungssystem im Gehirn ausgelöst. Erleben wir etwas Positives, schüttet unser Körper Opioide aus, die sich an die Rezeptoren dieses Belohnungssystems anlagern. Folge: Wir fühlen uns gut.

Forscher der Universität Oslo um Olga Chelnokova stützen mit neuen Befunden die Rolle eben dieses Belohnungssystems beim Betrachten von attraktiven Gesichtern. Hierzu mussten männliche Versuchspersonen in einem ersten Versuchsdurchgang 30 Frauengesichter im Bezug auf ihre Attraktivität bewerten. Sie hatten außerdem die Möglichkeit, sich nach Belieben die Gesichter länger oder kürzer zu betrachten.

In einem zweiten Versuchsdurchgang wurden die Probanden in drei Gruppen eingeteilt: Einer Kontrollgruppe mit Placeboindikation sowie einer Gruppe, die Morphin -ein Opioid- verabreicht bekam und einer dritten Gruppe, die mit einem Opioid-Rezeptorblocker behandelt wurde.

Probanden mit Opioidwirkung schauten in der Folge attraktive Gesichter noch länger an und klickten die als wenig ansprechend wahrgenommenen Gesichter schneller weg. Versuchspersonen mit Opioid-Rezeptorblocker hingegen wurden auch von vorher als schön empfundenen Gesichtern weniger angesprochen.

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Bildquelle: © Angelika Wolter / pixelio.de

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