Logo/Hauptseite des SSG Psychologie
Logo/Hauptseite der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

Archiv Februar, 2014

Die Kraft der Freundschaft

28. Februar 2014 – 11:48 wal (969x aufgerufen)

Zwei Kinder sitzen mit dem RĂŒcken zum Betrachter auf einem Stein und haben sich die Arme um die Schultern gelegt.

„Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt“. So ein Lied von Heinz RĂŒhmann. Das diese Aussage einen wahren Kern hat, verdeutlicht eine kanadische Studie mit einer Probandenzahl von 25.000 Teilnehmern. Menschen, die Freunde hatten, fĂŒhlten sich sehr viel ausgeglichener und gesĂŒnder als Versuchsteilnehmer, die nicht auf diese soziale StĂŒtzung zĂ€hlen konnten. Der Effekt wurde verstĂ€rkt, wenn die Freunde auch oft persönlich getroffen wurden.

Der oben beschriebene Befund wird ebenfalls von einer niederlĂ€ndischen Studie gestĂŒtzt: Probanden, die ihre Freunde oft trafen, hatten ein ausgeprĂ€gteres positives Selbstbild als eher zurĂŒckgezogen lebende Versuchsteilnehmer. Diese Wirkung lĂ€sst sich schon auf der Ebene einzelner Tage betrachten. An Tagen, an denen die Teilnehmer etwas mit ihren Freunden unternommen haben, stuften sie sich selbst als selbstbewusster ein.

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © S.v.Gehren /pixelio.de

 

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Die GlĂŒckseligkeit der Schönheit

28. Februar 2014 – 10:46 wal (640x aufgerufen)

Drei violette Blumen auf einem Feld.

Sehen wir einen attraktiven Menschen, schreiben wir ihm meist automatisch positive Eigenschaften zu, schauen ihn lĂ€nger an und fĂŒhlen uns wohl. Dieses „Wohl- oder GlĂŒcksgefĂŒhl“ wird durch ein körpereigenes Belohnungssystem im Gehirn ausgelöst. Erleben wir etwas Positives, schĂŒttet unser Körper Opioide aus, die sich an die Rezeptoren dieses Belohnungssystems anlagern. Folge: Wir fĂŒhlen uns gut.

Forscher der UniversitĂ€t Oslo um Olga Chelnokova stĂŒtzen mit neuen Befunden die Rolle eben dieses Belohnungssystems beim Betrachten von attraktiven Gesichtern. Hierzu mussten mĂ€nnliche Versuchspersonen in einem ersten Versuchsdurchgang 30 Frauengesichter im Bezug auf ihre AttraktivitĂ€t bewerten. Sie hatten außerdem die Möglichkeit, sich nach Belieben die Gesichter lĂ€nger oder kĂŒrzer zu betrachten.

In einem zweiten Versuchsdurchgang wurden die Probanden in drei Gruppen eingeteilt: Einer Kontrollgruppe mit Placeboindikation sowie einer Gruppe, die Morphin -ein Opioid- verabreicht bekam und einer dritten Gruppe, die mit einem Opioid-Rezeptorblocker behandelt wurde.

Probanden mit Opioidwirkung schauten in der Folge attraktive Gesichter noch lÀnger an und klickten die als wenig ansprechend wahrgenommenen Gesichter schneller weg. Versuchspersonen mit Opioid-Rezeptorblocker hingegen wurden auch von vorher als schön empfundenen Gesichtern weniger angesprochen.

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © Angelika Wolter / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Buchtipp: Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen

28. Februar 2014 – 10:15 wal (732x aufgerufen)

Kieselsteine, auf die mit bunten Farben Smileys gemalt wurden.

FĂ€llt ein guter Freund durch eine Klausur, fĂŒhlen wir uns meist selbst nicht gut. Auch können wir nachempfinden, wie es dem betroffenen Vertrauten wohl geht. Doch wieso ist das so?

Die FĂ€higkeit, sich in andere hineinversetzen zu können, nennt man „Empathie“. Möglich wird sie durch die AktivitĂ€t sogenannter Spiegelneurone in unserem Gehirn. Verletzt sich z.B. ein Freund vor unseren Augen, fangen eben diese Neurone an zu „feuern“ und wir fĂŒhlen uns augenblicklich ebenfalls besorgt.

In seinem neu erschienen Buch „Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fĂŒhlen“ geht der Neurobiologe Christian Keysers auf die neurobiologische Grundlage der Empathie und ihre Alltagsrelevanz ein. Auch zugehörige Forschungsergebnisse werden diskutiert.

Mehr zum Artikel

Das Buch finden Sie im Literaturbestand der SaarlÀndischen UniversitÀts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © twinlili / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Wach durch transkranielle Hirnstimulation

26. Februar 2014 – 13:40 wal (721x aufgerufen)

Radarbild

Wer stundenlang einen Radar im Auge behalten muss oder Videosequenzen auswertet, muss hellwach sein und dabei am besten noch konzentriert und aufmerksam dazu. Sonst wird womöglich etwas Wichtiges ĂŒbersehen. Problem hierbei: Arbeiten wir mit voller Konzentration, so kann diese jedoch lediglich 20 Minuten im Schnitt aufrecht gehalten werden. Dies kann gerade fĂŒr den Beruf des Soldaten sehr kritisch werden. Aus diesem Grund wird in neuen Studien des Pentagons mit Hilfe von transkranieller Magnetstimulation versucht, sowohl die Aufmerksamkeit als auch die Konzentration zu steigern. Hierzu wurden Freiwillige in drei Probandengruppen eingeteilt. Eine Gruppe fungierte als Kontrollgruppe, eine zweite erhielt Koffein, die dritte wurde mit der transkraniellen Magnetstimulation behandelt. Die Aufgabe war jedoch fĂŒr alle Probanden gleich: 30 Stunden wach bleiben und konzentriert einen Radar beobachten. Ergebnis: Versuchspersonen, die der transkraniellen Magnetstimulationsbedingung zugeordnet waren, zeigten im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen sehr viel bessere Leistungen und waren auch aktiver.

Transkranielle Magnetstimulation: Mit Hilfe kleiner ElektrostĂ¶ĂŸe werden bestimmte Regionen des Gehirns stimuliert oder gehemmt. So können bestimmte Gehirnregionen kĂŒnstlich „ausgeschaltet“ oder „aktiviert“ werden. Das Verfahren ist nicht invasiv und in der Regel ohne FolgeschĂ€den. Aus diesen GrĂŒnden wird es hĂ€ufig in der neurowissenschaftlichen Forschung eingesetzt.

Mehr zum Artikel

Bilderquelle: © Kai Tholen / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Spruch der Woche

24. Februar 2014 – 00:01 wal (544x aufgerufen)

Herbstliches Schilf am Ufer eines Sees.

„Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, wĂŒrde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen frĂŒher, damit ich mehr davon habe.“

Marlene Dietrich (1901-1992), deutsche Schauspielerin und SĂ€ngerin.

Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

 

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Klausuren? – Einmal Schokolade bitte!

21. Februar 2014 – 11:22 wal (952x aufgerufen)

GummibÀrchen

Der Kopf raucht, die Klausuren nehmen kein Ende mehr und die leeren Schokoladenverpackungen stapeln sich schon auf dem Schreibtisch. Aber warum ist das eigentlich so? Wieso steigt der SĂŒĂŸigkeitenverbrauch in Stressphasen an und weshalb können wir Versuchungen in diesen Zeiten nur schwer widerstehen?

Ist das Gehirn sehr konzentriert, braucht es Energie, die in Form von Glukose, also Zucker, mit der Nahrung zugefĂŒhrt wird. Mit der Hilfe des Zuckers wird Neuronen innerhalb unseres Zentralen Nervensystems Energie zugefĂŒhrt. So sind sie in der Lage, Impulse zu senden. In stressigen Zeiten braucht das Gehirn besonders viel Glukose, die dann – in Form von SĂŒĂŸigkeiten- aufgenommen wird. Das PhĂ€nomen konnten Psychologen mittlerweile in zahlreichen Versuchsanordnungen nachweisen. So z.B. innerhalb des Stroop-Paradigmas. So waren z.B. Probanden, die gerade viel Glukose aufgenommen hatten, sehr viel schneller und fehlerfreier als Versuchspersonen, die keine zusĂ€tzliche Zuckerdosis bekommen hatten.

Mehr zum Artikel

Stroop-Paradigma: Den Versuchspersonen werden unterschiedlich farbige Wörter prĂ€sentiert, deren Farbe die Probanden angeben sollen. Gelegentlich werden hierbei jedoch inkongruente Reize gezeigt, so wird z.B. das Wort „rot“ in gelber Farbe prĂ€sentiert. Gemessen wird innerhalb des Paradigmas in der Regel die Anzahl der Fehler und die Reaktionszeiten der Versuchsteilnehmer.

Bildquelle: © aksel / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Wenn prÀzisere Angebote zum Verhandlungserfolg verhelfen

21. Februar 2014 – 10:59 wal (577x aufgerufen)

Modell eines Hauses, das auf Geldscheinen platziert wurde. Ein Taschenrechner ist ebenfalls im Bild.

Wer prĂ€zise Angebote in einer Verhandlungssituation Ă€ußert, scheint grĂ¶ĂŸere Gewinne zu erzielen. Diese Schlussfolgerung lassen zumindest die Ergebnisse einer Studie der UniversitĂ€t des Saarlandes um den Wissenschaftler David Loschelder zu. In zwei praxisnahen Versuchen wurden einmal in der Rolle des VerkĂ€ufers in einem AntiquitĂ€tenladen und einmal in der Rolle des KĂ€ufers auf einer Internetplattform relativ ungenaue Gebote oder bis auf die Nachkommastelle genaue Geldgebote abgegeben. Die 200 Versuchspersonen wussten zum Teil nichts ĂŒber ihre Versuchsteilnahme. Ergebnis: Zum einen schien die Reihenfolge der Gebote entscheidend zu sein: Waren die Forscher in der Lage, als erster ein Gebot abzugeben, also einen sogenannten „Anker“ zu setzen, verlief die Verhandlung fĂŒr sie sehr viel vorteilhafter. Zum anderen erzielten sehr prĂ€zise Gebote bessere Preise als ungenaue.

 

Mehr zum Artikel

 

Mehr zum Thema „Verhandlung“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Thorben Wengert

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Spruch der Woche

17. Februar 2014 – 00:01 wal (588x aufgerufen)

Ein Teller Nudeln mit zwei Tomaten und einer Ketschupspur. Zusammen bilden sie einen lÀchelnden Smiley.

„Humor ist gesunder Menschenverstand, der tanzt.“

Aus England

Bildquelle: © Rainer Buchheim / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Erwachsene mit ADHS hÀufiger in VerkehrsunfÀlle verwickelt

12. Februar 2014 – 00:01 wal (674x aufgerufen)

Blick auf eine wenig befahrene Autobahn.

Ein Forscherteam um die Wissenschaftlerin Esther Sobanski untersuchte in einer schwedischen Population den möglichen Zusammenhang zwischen ADHS und den Unfallverwicklungen im Straßenverkehr. Es zeigte sich analog zu frĂŒheren Studien, dass erwachsene Patienten mit der Diagnose ADHS signifikant hĂ€ufiger in schwere UnfĂ€lle im Straßenverkehr verwickelt wurden als Patienten ohne ADHS. Wurde den Patienten Medikamente gegen das Syndrom verschrieben, sank bei den mĂ€nnlichen Klienten das Unfallrisiko, wĂ€hrend es bei den weiblichen Patienten auf dem selben Niveau bestehen blieb.

Die Studie weist jedoch auch methodische MĂ€ngel auf: So ist z.B. weder bekannt, wer in den verschiedenen FĂ€llen Unfallverursacher war oder ob die Medikamente von den Betroffenen ĂŒberhaupt eingenommen wurden.

 

Mehr zum Artikel

 

Mehr zum Thema „ADHS im Erwachsenenalter“ finden Sie im Literaturbestand der SaarlĂ€ndischen UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

 

Bildquelle: © Maik Schwertle / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com

Neue Forschung zum Cocktail-Party-Effekt

11. Februar 2014 – 00:01 wal (729x aufgerufen)

Buchstaben einer Schreibmaschine.

Wer kennt das nicht? Man steht auf einer Party und ist tief in das GesprĂ€ch seines GegenĂŒbers versunken. Konzentriert versucht man -trotz der LautstĂ€rke der Musik-, den AusfĂŒhrungen des GesprĂ€chspartners zu lauschen, um dann plötzlich den eigenen Namen aus einer ganz anderen Ecke des Raumes zu hören. Doch wie funktioniert dieses PhĂ€nomen, das in der Psychologie mit dem Namen „Cocktail-Party-Effekt“ betitelt wird? Dieser Frage ging eine Gruppe von Wissenschaftlern um Edward Chang der University of California in San Francisco nach. Sie fanden im auditorischen Kortex Nervenzellen, die verschiedene Arten von Konsonanten und Vokale unterscheiden. So fanden sie z.B. Neurone, die die unterschiedlichen S-Laute differenzieren oder welche, die speziell die Buchstaben „m“ und „n“ gegeneinander abgrenzten.

Unter „Cocktail-Party-Effekt“ wird in der Psychologie das PhĂ€nomen bezeichnet, dass Menschen, die sich in einer lauten Umgebung bewegen oder in ein GesprĂ€ch verwickelt sind, trotzdem noch verbale relevante Informationen wie z.B. den eigenen Namen aus einer Vielzahl an HintergrundgerĂ€uschen herausfiltern können.

Mehr zum Artikel

Bildquelle: © Marvin Siefke / pixelio.de

Teile mit anderen
twitter Logofacebook LogoDigg LogoDel.icio.us LogoFriendFeed-Logomr. Wong iconXing iconGoogle +1 icon
Symbole von http://www.wpzoom.com