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Erinnerungslücken in der Kindheit

28. Januar 2014 – 09:52 wal (856x aufgerufen) |

Seite eines Kalenders. Die drei Weihnachtsfeiertage sind abgebildet.Normalerweise können sich Erwachsene und Kinder nicht mehr an Ereignisse ihrer frühen Kindheit erinnern. Dieses Phänomen wird in der Psychologie als kindliche Amnesie bezeichnet. Doch wie kommt es zu diesen Erinnerungslücken und wann treten sie das erste Mal auf? Eine neue Versuchsreihe der Emory University in Atlanta beschäftigte sich mit genau dieser Fragestellung. Hierzu wurden Kinder im Alter von drei Jahren nach bedeutenden Ereignissen in ihrer Kindheit befragt. Bis ins Alter von neun Jahren wurden Teile der ursprünglichen Probandengruppe in Jahresabschnitten neu zu den Geschehnissen interviewt. Während viele der Kinder mit sechs bis sieben Jahren noch in der Lage waren, über die Ereignisse Auskunft zu geben, konnten sich mit acht Jahren nur noch wenige richtig erinnern. Am besten konnten die Kinder noch über die Erlebnisse berichten, die schon mit drei Jahren relativ detaillierte Aussagen über die Erfahrungen machen konnten. Die  Forscher schätzen, dass die kindliche Amnesie etwa mit sieben Jahren einsetzt. Die Ergebnisse stützen die Vermutung, dass die Beschreibung der Ereignisse mit Hilfe der Sprache zu einer längerfristigeren Speicherung im Gedächtnis führt.

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Mehr zum Thema „Erinnerung“ und „Erinnerung und Kindheit“ finden Sie im Literaturbestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek

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Bildquelle: © Joujou / pixelio.de

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