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Veränderte Wahrnehmung bei Phobien

7. Januar 2014 – 00:01 wal (708x aufgerufen) |

Eine schwarze Spinne.Nehmen Menschen mit Phobien ihre Umwelt und vor allen Dingen den angstauslösenden Reiz anders wahr als Personen, die von diesem Leiden nicht betroffen sind? Dieser Frage ging eine Forschergruppe des Otto-Selz-Institutes der Universität Mannheim in einer jüngst veröffentlichten Studie nach. Die Versuchsteilnehmer konnten zwei Gruppen zugeordnet werden: Eine Gruppe litt an Arachnophobie, die andere Gruppe erfüllte keine Kriterien einer Phobie und fungierte somit als Kontrollgruppe. Innerhalb des Versuches wurden beiden Probandengruppen mittels eines Stereoskops auf jedes Auge ein unterschiedliches Bild projiziert. Diese Technik wird auch als binokulare Rivalität bezeichnet. Eines der Bilder zeigte immer eine Spinne oder eine Blume, das andere war eine geometrische Form. Ergebnis: Bei Arachnophobikern wurde die Aufnahme der Spinne sowohl früher als auch länger wahrgenommen. Sehen die Augen jeweils ein unterschiedliches Bild, so wird eines unterdrückt und das dominantere erfasst. Möglicherweise scheint die Aufnahme der Spinne bei Spinnenphobikern sehr viel emotionaler aufgenommen zu werden und dominiert auf diese Weise.

 

Unter Arachnophobie wird die Angst vor Spinnen verstanden.

 

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Bildquelle: © Marvin Siefke / pixelio.de

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