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Archiv Januar, 2014

Emotionen steuerbar?

31. Januar 2014 – 15:47 wal (659x aufgerufen)

Eine Zitrone, auf die ein traurig blickender Smiley gemalt wurde.Menschen, die die Kriterien einer Angsterkrankung oder einer Depression erf√ľllen, sind oftmals nicht in der Lage, ihre Gef√ľhle angemessen zu regulieren. Dies geht meistens mit einer √úberaktivierung der beiden Amygdalae einher. Es gibt zahlreiche Ans√§tze wie per Neurofeedback die Aktivit√§t dieser Hirnstruktur herunterreguliert werden kann. Teilweise mit m√§√üigem Erfolg. Eine Studie der Psychiatrischen Universit√§tsklinik Z√ľrich k√∂nnte nun eine neue Therapiem√∂glichkeit aufzeigen:

Den Versuchsteilnehmern wurden Aufnahmen von Gesichtern mit negativen Emotionen wie z.B. Wut gezeigt, w√§hrend die Forscher die Aktivit√§t der Amygdala mittels fMRT aufzeichneten. Die jeweilige Aktivierung der Mandelkerne wurde mittels Farbinformationen, die auf dem Bildschirm neben den zu betrachtenden Gesichtern angezeigt wurde, r√ľckgemeldet. Mit Hilfe eben dieser Information sollten die Probanden versuchen, Einfluss auf den Aktivierungsgrad der Amygdala zu nehmen, indem sie die momentane Situation bewertend beschreiben. Mit Erfolg: √úber mehrere Sitzungen hinweg wurden die Versuchspersonen effizienter in der Nutzung des Neurofeedbacks.

Die Amygdala, auch Mandelkern bezeichnet, ist ein Teil des limbischen Systems und an der Verarbeitung emotionaler Inhalte integriert.

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Bildquelle: © knipseline / pixelio.de

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Besser zu zweit gestresst als alleine

31. Januar 2014 – 14:49 wal (906x aufgerufen)

Mehrere Stuhlreihen in einem Saal.Was Menschen als Stress empfinden, ist von Person zu Person unterschiedlich. Gleichzeitig gibt es zahllose Bewältigungsstrategien, um mit aufkommendem Stress umzugehen. Eine dieser Methoden wurde nun von der University of Southern California genauer unter die Lupe genommen: Hierzu wurden 52 Probandinnen dazu aufgefordert, vor einer Kamera eine Rede zu halten. Zur Vorbereitung der Rede wurden die Versuchspersonen in Zweierteams unterteilt.

Der empfundene Stress wurde innerhalb der Studie auf zwei Arten gemessen. Zum einen wurde der Cortisollevel der Teilnehmer zu Beginn, während und nach der Rede erfasst. Zum anderen hatten die Probandinnen die Möglichkeit, ihr persönliches Empfinden hinsichtlich der Aufgabe zu äußern.

Ergebnis: Sprachen die Probandinnen innerhalb der Zweierteams √ľber die bevorstehende Aufgabe und ihre Empfindungen dabei und waren sie gleichzeitig √§hnlich angespannt, so wurde nicht soviel Cortisol ausgesch√ľttet wie zu erwarten gewesen w√§re. Gleichzeitig √§u√üerten die Versuchsteilnehmerinnen weniger empfundenen Stress.

 

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Bildquelle: © Rainer Sturm / pixelio.de

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„Darf ich bitten?“

29. Januar 2014 – 13:27 wal (628x aufgerufen)

Ein tanzendes Paar vor einem Fenster.

Wieso tanzen Menschen? Und welche Wirkung hat tanzen auf mögliche Zuschauer? Dieser Frage gingen Forscher der Universität Göttingen und der Northumbria University Newcastle nach. Hierzu wurden 30 Männer beim Tanzen zu einem einfachen Standardrhythmus gefilmt. Die Tänzer innerhalb des Videomaterials wandelten die Forscher im Anschluss in humanoide Darstellungen um. Konkret bedeutet das, dass nicht mehr die Charakteristika der Tanzenden sichtbar waren, sondern nur noch die Eigenheiten des Tanzstils. Zuätzlich wurden bei allen Versuchsteilnehmern noch die Kraft in Armen, Beinen und Händen sowie die Herz-Kreislauf-Fitness erhoben. Die humanoiden Figuren wurden wiederum einer Gruppe von Männern und Frauen präsentiert, die die jeweiligen Tanzstile bewerten sollten.

Gerade gro√üe, schnelle Bewegungen, die auch durch Abwechslungsreichtum punkteten, wurden von den Probanden als besonders attraktiv wahrgenommen. Genauso wie T√§nzer, die gro√üe Kraft in Armen und H√§nden aufwiesen. M√∂glicherweise hat dieses Ph√§nomen einen evolutionspsychologischen Hintergrund: Aus dem Tanz k√∂nnten Informationen wie Gesundheitszustand oder St√§rke abgelesen werden, die eventuell entscheidend f√ľr die Partnerwahl sind.

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Bildquelle: © Wolfgang Pfensig / pixelio.de

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Erinnerungsl√ľcken in der Kindheit

28. Januar 2014 – 09:52 wal (992x aufgerufen)

Seite eines Kalenders. Die drei Weihnachtsfeiertage sind abgebildet.Normalerweise k√∂nnen sich Erwachsene und Kinder nicht mehr an Ereignisse ihrer fr√ľhen Kindheit erinnern. Dieses Ph√§nomen wird in der Psychologie als kindliche Amnesie bezeichnet. Doch wie kommt es zu diesen Erinnerungsl√ľcken und wann treten sie das erste Mal auf? Eine neue Versuchsreihe der Emory University in Atlanta besch√§ftigte sich mit genau dieser Fragestellung. Hierzu wurden Kinder im Alter von drei Jahren nach bedeutenden Ereignissen in ihrer Kindheit befragt. Bis ins Alter von neun Jahren wurden Teile der urspr√ľnglichen Probandengruppe in Jahresabschnitten neu zu den Geschehnissen interviewt. W√§hrend viele der Kinder mit sechs bis sieben Jahren noch in der Lage waren, √ľber die Ereignisse Auskunft zu geben, konnten sich mit acht Jahren nur noch wenige richtig erinnern. Am besten konnten die Kinder noch √ľber die Erlebnisse berichten, die schon mit drei Jahren relativ detaillierte Aussagen √ľber die Erfahrungen machen konnten. Die¬† Forscher sch√§tzen, dass die kindliche Amnesie etwa mit sieben Jahren einsetzt. Die Ergebnisse st√ľtzen die Vermutung, dass die Beschreibung der Ereignisse mit Hilfe der Sprache zu einer l√§ngerfristigeren Speicherung im Ged√§chtnis f√ľhrt.

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Mehr zum Thema „Erinnerung“ und „Erinnerung und Kindheit“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek

Buchtipp

Bildquelle: © Joujou / pixelio.de

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Spruch der Woche

27. Januar 2014 – 00:01 wal (706x aufgerufen)

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift: " Nicht vergessen" und zwei Kugelschreiber.

„Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Ged√§chtnis leisten.“

Theodor Heuss (1884-1963), erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.

Bildquelle: © Bernd Kasper / pixelio.de

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Eine Tasse Kaffee bitte!

24. Januar 2014 – 00:01 wal (920x aufgerufen)

Eine Tasse Kaffee. Um die Kaffeetasse und auf dem Unterteller sind Kaffeebohnen verteilt.

Aufstehen, fertigmachen, ins B√ľro gehen und dort erstmal eine Tasse Kaffee genie√üen. Dies stellt den typischen Tagesablauf vieler Berufst√§tiger dar. Dabei erhoffen sich viele vor allem vom Kaffeegenuss eine gesteigerte Aufmerksamkeit und Wachheit.

Dass das Hei√ügetr√§nk jedoch auch m√∂glicherweise das Langzeitged√§chtnis f√∂rdern k√∂nnte, zeigt eine neue Studie der Johns Hopkins University in Baltimore: In dem zweiteiligen Versuch wurden Probanden Bilder gezeigt. Aufgabe: Entscheiden, ob die gezeigten Gegenst√§nde ins Haus oder ins Freie geh√∂rten. Im Anschluss an die Aufgabe verabreichten die Forscher einem Teil der Vesuchsteilnehmer ein Placebo, die Gruppe fungierte als Kontrollgruppe. Dem verbleibenden Rest, der Experimentalgruppe, wurde eine 200 mg Koffeintablette gegeben. Nach einem Tag fanden sich die Probanden zum zweiten Teil des Experimentes ein. Zuerst sollten die Bilder in alte und neue Abbildungen eingeteilt werden. Hierbei fand sich kein Unterschied zwischen den Gruppen. Sollten die Teilnehmer jedoch Darstellungen identifizieren, die den gezeigten Bildern √§hnelten, schnitt die Koffeingruppe sehr viel besser ab. Zum L√∂sen dieser Aufgabe mussten sich Einzelheiten der fr√ľheren Abbildungen gemerkt werden. Schluss der Forscher: Die Probanden der Koffeinabteilung hatten sehr wahrscheinlich eine detailliertere Erinnerung angelegt.

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Bildquelle: © Andreas Liebhart / pixelio.de

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Die innere Gier

23. Januar 2014 – 08:34 wal (687x aufgerufen)

Schokoladenst√ľckchen, die als Euros eingepackt sind.

Sachen ansammeln, auch wenn man sie gar nicht ben√∂tigt und sie eventuell sogar pers√∂nliches Leid verursachen? Laut einer Studie der University of Chicago scheint es sich hierbei um eine ganz normale menschliche Reaktion zu handeln: In einem Versuch bekamen Probanden die M√∂glichkeit, sich Schokolade zu verdienen. Hierf√ľr konnten die Versuchsteilnehmer zwischen angenehmer Musik und st√∂rendem Rauschen w√§hlen. Je l√§nger sie das Rauschen ertrugen, desto mehr Schokolade konnten sie verdienen. Die verdiente Schokolade durfte danach in einem f√ľnf Minutenintervall gegessen werden. Wurde die Zeitspanne √ľberschritten, mussten die restlichen Schokoladest√ľcke zur√ľckgegeben werden. Interessant hierbei: Die Probanden sollten im Vorhinein bestimmen, wieviel Schokolade sie √ľberhaupt in f√ľnf Minuten essen konnten. Dieser Wert belief sich im Durchschnitt auf vier St√ľcke.Vergleicht man nun diese Zahl mit der tats√§chlich gehorteten Schokolade, so verdienten sich die Probanden im Schnitt 11 St√ľcke, obwohl sie gar nicht soviel essen konnten und den Rest zur√ľckgeben mussten.

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Bildquelle: © Tim Reckmann / pixelio.de

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Neue Studie zu Aphasie bei Schlaganfällen

21. Januar 2014 – 00:01 wal (735x aufgerufen)

Das Bild zeigt ein Blaulicht.

Erleidet ein Mensch einen Schlaganfall und sind dabei vor allen Dingen Hirnbereiche, die aktiv am Verst√§ndnis und der Produktion von Sprache beteiligt sind, betroffen, so scheint eine Sprachst√∂rung fast unausweichlich. Bei rechtsh√§ndigen Patienten sind diese Hirnareale in den allermeisten f√§llen in der linken Hirnh√§lfte zu finden. Die rechte Hirnh√§lfte spielte bis vor kurzem, laut g√§ngiger Lehrmeinung, keine wesentliche Rolle. Diese Anschauung k√∂nnte jedoch bald der Vergangenheit angeh√∂ren: Ein Forscherteam um Prof. Gesa Hartwigsen der Christian-Albrechts-Universit√§t Kiel konnte nun erstmals nachweisen, dass auch das entsprechende rechte Hirnareal an der Sprachf√∂rderung beteiligt sein kann. Der Versuch bestand aus zwei Teilen. In einer ersten Versuchsreihe wurden rechtsh√§ndige Patienten darum gebeten, sich bestimmte Worte anzuh√∂ren und dann nachzusprechen. Es zeigte sich, dass vor allem Areale in der linken Hemisph√§re aktiv wurden, w√§hrend dies in der rechten Hemisph√§re scheinbar nicht der Fall war. Im zweiten Part der Studie wurden mittels einer Magnetfeldspule die Areale in der linken Hirnh√§lfte gest√∂rt, die f√ľr die Sprachproduktion ben√∂tigt werden. Dieses Verfahren ist nicht invasiv, kann aber kurzfristig die Symptome eines Schlaganfalls in der entsprechenden Gehirnregion simulieren. Nun wurden die Areale in der rechten Hemisph√§re doch aktiv. Dabei zeigte sich: Je st√§rker die Aktivierung dieser Gebiete, desto schneller fanden die Patienten eine L√∂sung f√ľr die ihnen gezeigten Sprachaufgaben.

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Mehr zum Thema „Schlaganfall und Sprachst√∂rung“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

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Bildquelle: © Petra Bork / pixelio.de

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Spruch der Woche

20. Januar 2014 – 00:01 wal (850x aufgerufen)

Ein Ortsschild mit dem Titel: "Zukunft".

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“

Albert Einstein (1879-1955), Physiker.

Bildquelle: © lichtkunst. 73 / pixelio.de

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Soziale Netzwerke ändern sich

14. Januar 2014 – 00:01 wal (916x aufgerufen)

Zwei Menschen sitzen nebeneinander auf einer Wiese. Man sieht ihre F√ľ√üe.

Wie viele Freunde hat der Mensch? Und bleiben enge Freunde immer enge Freunde?

Forscher der University of Oxford um Robin Dunbar besch√§ftigten sich in einer j√ľngst ver√∂ffentlichten Studie mit dem Ph√§nomen der sozialen Netzwerke. Kernfragestellung: Wie ver√§ndern sich die Beziehungen zu engen Freunden im Netzwerk √ľber die Zeit? Untersucht wurden die Telefonverbindungsdaten von 24 britischen Sch√ľlern √ľber eine Zeitspanne von eineinhalb Jahren. Zus√§tzlich wurden die Probanden zu ihren Freunden befragt. Die Menschen, die am h√§ufigsten und l√§ngsten angerufen wurden, entsprachen den Personen, die als beste Freunde innerhalb der Befragung angegeben wurden. Jedoch konnten diese Menschen w√§hrend der 18-monatigen Untersuchungszeit wechseln. Schon nach sechs Monaten waren im Schnitt etwas mehr als 40 % der engen Freunde durch andere ersetzt.

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Mehr zum Thema „soziale Netzwerke“ und „Erforschung sozialer Netzwerke“ finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Radka Schöne / pixelio.de

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