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Wenn die Zeit an einem vorbeirast…

22. November 2013 – 00:01 wal (617x aufgerufen) |

 

Eine Sanduhr.

Jedes Jahr vergeht schneller. So zumindest das Gefühl vieler Menschen, wenn sie älter werden. Doch wodran liegt es, dass kleine Kinder glauben, ewig auf ihren Geburtstag warten zu müssen, während ältere Menschen immer wieder davon berichten, dass die Zeit an ihnen vorbeifliegen würde? Manche Forscher glauben, dass Menschen die Zeit unbewusst in Relation zu ihrem bisherigen Leben setzen. Konkret bedeutet das, dass ein Jahr für ein fünfjähriges Kind ewig erscheint, da es 1/5 seines bisherigen Lebens ausmacht. Bei Erwachsenen wird der Bruch nach dieser Logik erheblich kleiner. Jedoch wird dieser Ansatz unter Experten umstritten. In diesem Zusammenhang wird auch der Effekt beschrieben, dass in Tagesabschnitten, in denen man sich langweilt, z.B. weil man seit 20 Minuten auf den Bus wartet, die Zeit in der Wahrnehmung langsamer vergeht. Betrachtet man aber den Tag abends nochmal retrospektiv, so hat man das Gefühl, er wäre sehr schnell vorübergegangen. Laut Marc Wittmann, Psychologe am Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg, wird die Zeit als langsamer wahrgenommen, wenn man sich an besonders viele Ereignisse innerhalb des Zeitabschnittes erinnert. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um das erste Mal handelt, z.B. die erste eigene Autofahrt. Im Laufe des Lebens werden jedoch eben diese „ersten Male“ oft zur Routine, sodass nicht mehr explizit jedes Ereignis erinnert wird. Dies kann dann das Gefühl vermitteln, dass man in einem relativ großen Tagesabschnitt wenig erlebt hat.

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Bildquelle: © Margot Kessler / pixelio.de

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