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Archiv November, 2013

Mit klopfendem Herzen zum Erfolg

29. November 2013 – 10:29 wal (615x aufgerufen)

Zwei M√§nner im Anzug sch√ľtteln sich die H√§nde.

Stellen Sie sich vor, sie w√§ren Teilnehmer in einer schwierigen Verhandlung. Die H√§nde schwitzen, Ihre Aufregung k√∂nnen Sie nur mit M√ľhe unterdr√ľcken und das Herz schl√§gt Ihnen bis zum Hals. Was f√ľr viele Menschen eine sehr unangenehme Situation darstellt, kann in Wahrheit sogar zu H√∂chstleistungen anspornen. So zumindest eine Studie des Massachusetts Institute of Technology. In der Versuchsreihe sollte festgestellt werden, inwieweit sich physiologische Erregung auf den Verhandlungserfolg auswirkt. Hierzu wurden die Probanden zuerst zu ihren Einstellungen gegen√ľber Verhandlungen befragt, d.h. ob diese Situation eher als angenehm oder unangenehm empfunden wird. Um nun im weiteren Verlauf des Experimentes eine physiologische Erregung bei den Versuchsteilnehmern aufzubauen, mussten sie auf einem Laufband trainieren, w√§hrend sie eine Verhandlung um den Kaufpreis eines Autos f√ľhrten.¬† Ergebnis: Probanden, die die Zusammenkunft schon von vorneherein als unangenehm eingestuft hatten, schnitten auf dem Laufband eher schlechter ab, wohingegen verhandlungsliebende Versuchspersonen bessere Ergebnisse erzielten. Deutung der Forscher: Auf die Einstellung kommt es an!

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Mehr zum Thema Verhandlungsf√ľhrung finden Sie im Literaturbestand der Saarl√§ndischen Universit√§ts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Jorma Bork / pixelio.de

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Wenn die Erinnerung einen nicht mehr loslässt

29. November 2013 – 10:01 wal (619x aufgerufen)

Eine Gruppe von Soldaten mit Schusswaffen in den Händen.Eine psychische Vorerkrankung scheint der stärkste Prädiktor zu sein, wenn es um die Frage geht, inwieweit ein Soldat in der Folge eines Auslandseinsatzes eine Folgeerkrankung entwickelt. Weiter scheinen psychische Störungen, die nach einem Einsatz auftreten, sehr selten erkannt oder diagnostiziert zu werden und das, obwohl die Dunkelziffer der an Posttraumatischer Belastungsstörung oder anderen psychischen Störungen erkrankten Soldaten auf etwa 50 % geschätzt wird.

Diese Erkenntnisse und zahlreiche weitere sind die Ergebnisse einer neuen L√§ngsschnittstudie des Institutes f√ľr Klinische Psychologie und Psychotherapie der TU Dresden mit dem Titel „Pr√§valenz, Inzidenz und Determinanten von traumatischen Ereignissen, Posttraumatischer Belastungsst√∂rung (PTBS) und anderen psychischen St√∂rungen bei Soldaten mit und ohne Auslandseinsatz“

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Bildquelle: © Gabi Eder /pixelio.de

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TV-Tipp: Geheimnis Stimme

27. November 2013 – 09:30 wal (844x aufgerufen)

Zwei Mädchen liegen auf einer Wiese und reden miteinander.

Was macht die menschliche Stimme aus und welche Bedeutung √ľbernimmt sie in unserem Leben?¬† Als zentrales Kommunikationsmittel ist sie essentiell f√ľr die Partnerwahl, die Mutter-Kind-Bindung und jegliche andere Beziehung zu unseren Mitmenschen. Doch wie hat sie sich entwickelt? Der Dokumentarfilm geht diesen Fragen anschaulich nach und beleuchtet das Ph√§nomen der menschlichen Stimme aus psychologischer, anthropologischer sowie evolutionsbiologischer Perspektive.

 

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Der Dokumentarfilm wird am Donnerstag, den 12.12.13 um 22:05 auf Arte ausgestrahlt.

Bildquelle: © Robert Babiak / pixelio.de

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Spruch der Woche

25. November 2013 – 00:01 wal (418x aufgerufen)

Ein Stuhl an einem Tisch

„F√ľr ein gutes Tischgespr√§ch kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf dem Tisch, sondern was sich auf den St√ľhlen befindet.“

Walter Matthau (1920-2000), US-amerikanischer Filmschauspieler

Bildquelle © Guenter Hamich/ pixelio.de

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Wenn die Zeit an einem vorbeirast…

22. November 2013 – 00:01 wal (635x aufgerufen)

 

Eine Sanduhr.

Jedes Jahr vergeht schneller. So zumindest das Gef√ľhl vieler Menschen, wenn sie √§lter werden. Doch wodran liegt es, dass kleine Kinder glauben, ewig auf ihren Geburtstag warten zu m√ľssen, w√§hrend √§ltere Menschen immer wieder davon berichten, dass die Zeit an ihnen vorbeifliegen w√ľrde? Manche Forscher glauben, dass Menschen die Zeit unbewusst in Relation zu ihrem bisherigen Leben setzen. Konkret bedeutet das, dass ein Jahr f√ľr ein f√ľnfj√§hriges Kind ewig erscheint, da es 1/5 seines bisherigen Lebens ausmacht. Bei Erwachsenen wird der Bruch nach dieser Logik erheblich kleiner. Jedoch wird dieser Ansatz unter Experten umstritten. In diesem Zusammenhang wird auch der Effekt beschrieben, dass in Tagesabschnitten, in denen man sich langweilt, z.B. weil man seit 20 Minuten auf den Bus wartet, die Zeit in der Wahrnehmung langsamer vergeht. Betrachtet man aber den Tag abends nochmal retrospektiv, so hat man das Gef√ľhl, er w√§re sehr schnell vor√ľbergegangen. Laut Marc Wittmann, Psychologe am Institut f√ľr Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene in Freiburg, wird die Zeit als langsamer wahrgenommen, wenn man sich an besonders viele Ereignisse innerhalb des Zeitabschnittes erinnert. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um das erste Mal handelt, z.B. die erste eigene Autofahrt. Im Laufe des Lebens werden jedoch eben diese „ersten Male“ oft zur Routine, sodass nicht mehr explizit jedes Ereignis erinnert wird. Dies kann dann das Gef√ľhl vermitteln, dass man in einem relativ gro√üen Tagesabschnitt wenig erlebt hat.

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Bildquelle: © Margot Kessler / pixelio.de

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Kindesmisshandlungen und ihre Langzeitfolge f√ľr das Gehirn

21. November 2013 – 00:01 wal (766x aufgerufen)

Ein Stofftier liegt verlassen auf dem Straßenasphalt.

Misshandlungen in der Kindheit scheinen Auswirkungen auf neuronale Schaltkreise des Gehirns zu haben. Zur Untersuchung dieses Ph√§nomens wurde in einer Versuchsreihe an der University of Wisconsin 64 jungen Probanden ein Fragebogen vorgelegt, der zur Einsch√§tzung des Vorliegens von Kindheitstraumata diente. Die Ergebnisse legten die Vermutung nahe, dass manche der Versuchsteilnehmer in ihrer Kindheit wirklich das Opfer von Misshandlungen wurden. In einem zweiten anschlie√üenden Schritt wurden spezielle MRT-Aufnahmen der Probanden erstellt, um die St√§rke der neuronalen Verbindungen zwischen den verschiedenen Gehirnarealen zu messen. Schwerpunkt der Forscher lag hierbei auf dem Pr√§frontalen Cortex, der Amygdala und dem Hippocampus. Alle drei Regionen sind an der Verarbeitung von Angst beteiligt. Normalerweise besteht zwischen dem Pr√§frontalen Cortex und der Amygdala eine starke neuronale Verbindung, die gelegentlich Input von der Hippocampusstruktur erh√§lt. Der Hippocampus fungiert hierbei als eine Art „Entscheidungshelfer“ bei der Frage, inwieweit eine Situation als potentiell gef√§hrlich einzustufen ist. Bei den Probanden, die in fr√ľhen Jahren vermutlich Opfer von Misshandlungen wurden, waren diese Verbindungen ( Hippocampus- Pr√§frontaler Cortex und bei M√§dchen zust√§zlich die Verbindung zwischen pr√§frontalem Cortex und Amygdala) jedoch nicht so stark ausgepr√§gt. Die Wissenschaftler vermuten daher, dass der Angstkreislauf bei Misshandlungsopfern nicht optimal funktioniert. Dies k√∂nnte die generelle Besorgnis der Patienten oder aber auch ihr Neigung zu Depressionen und Angstst√∂rungen erkl√§ren.

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Bildquelle: © Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

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Wenn sich der Spielstand in der Körperhaltung widerspiegelt

20. November 2013 – 00:01 wal (643x aufgerufen)

Fußball auf einem Fußballrasen.

K√∂nnen Zuschauer den Spielstand einer Handballpartie wirklich an der K√∂rperhaltung der Spieler ablesen? Dieser Frage ging eine neue Studie des Instituts f√ľr Kognitions- und Sportspielforschung der Deutschen Sporthochschule K√∂ln nach. Hierzu wurden 120 Probanden Filmszenen aus Basketball-, Handball- oder Tischtennispartien vorgef√ľhrt. Die einzelnen Filmausschnitte zeigten entweder Spieler, die in einer Partie weit oder knapp zur√ľcklagen oder analog knapp oder weit in F√ľhrung waren. Auch die Kategorie „Unentschieden“ wurde gezeigt. Die Aufgabe der Versuchsteilnehmer war nun, einzusch√§tzen, inwieweit der gezeigte Spieler gerade in R√ľckstand ist oder die Partie gewinnt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Probanden die jeweilige Situation gut beurteilen konnten, d.h. ein hoher Zusammenhang zwischen der Einsch√§tzung der Versuchsteilnehmer und dem jeweiligen Spielstand gefunden werden konnte.

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Bildquelle: © Peter Smola / pixelio.de

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Junge Nachteulen neigen zu schulischen und emotionalen Problemen

19. November 2013 – 00:01 wal (931x aufgerufen)

Ein junger Mann sitzt nachts auf einem Dachvorsprung und betrachtet die Umgebung.

Eine neu ver√∂ffentlichte Longitudinalstudie mit etwa 2700 Probanden l√§sst vermuten, dass sp√§te Zubettgehzeiten in jungen Jahren scheinbar des √Ėfteren mit schulischen und emotionalen Problemen einhergehen. Die Studie st√ľtzt sich hierbei auf Daten, die seit 1994 in der¬† National Longitudinal Study of Adolescent Health erhoben werden. Die Werte der Jugendlichen wurden jeweils zu drei Zeitpunkten aufgenommen: Zu Beginn der Pubert√§t, ein Jahr sp√§ter und im jungen Erwachsenenalter. Dabei wurden die Schlafgewohnheiten der Probanden mit ihrer emotionalen, schulischen und sozialen Entwicklung in Beziehung gesetzt.

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Die Studie wurde im „Journal of Adolescent Health“ online ver√∂ffentlicht.

Mehr zum Thema Schlaf und circadiane Rhythmen finden Sie im Bestand der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Buchtipp

Bildquelle: © Marco Barnebeck (Telemarco) / pixelio.de

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Spruch der Woche

18. November 2013 – 00:01 wal (596x aufgerufen)

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„Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.“

Eugène Ionesco (1909-1994), französisch-rumänischer Autor

Bildquelle: © sokaeiko/pixelio.de

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Von der Intimit√§t des K√ľssens

15. November 2013 – 00:01 wal (672x aufgerufen)

Zwei Menschen k√ľssen sich.

Menschen k√ľssen sich in nahezu allen Kulturen. Doch wieso ist das so? Dieser Frage ging Rafael Wlodarski, Doktorand an der University of Oxford, in einer gro√ü angelegten, l√§nder√ľbergreifenden Umfrage nach. Die Teilnehmer wurden zu verschiedenen Themen befragt: Einstellungen bez√ľglich K√ľssen, eingesch√§tzte eigene Attraktivit√§t, L√§nge ihrer Beziehungen, Partnerselektion.

Es zeigte sich, dass Menschen, die ihre Partner kritisch ausw√§hlten, auch mehr Wert auf K√ľssen legten.¬† Ebenso scheinen P√§rchen, denen k√ľssen extrem wichtig ist, ein gesteigertes Interesse an l√§ngeren Beziehungen zu hegen und in diesen auch zufriedener zu sein. Dies begr√ľndet Wlodarski folgenderma√üen: M√∂glicherweise werden bei einem ersten Kuss wichtige Informationen, z. B. √ľber die gentische Qualit√§t des Gegen√ľbers, ausgetaucht, die f√ľr die Bewertung des potentiell neuen Partners wichtig sind. In l√§ngeren Beziehungen hingegen scheint k√ľssen f√ľr den Aufbau von Bindung, Intimit√§t und N√§he wichtig zu sein.

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Bildquelle: © Hildegard Endner / pixelio.de

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