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Der Sadist von nebenan

23. Oktober 2013 – 08:57 wal (1124x aufgerufen) |

Schatten einer Person an einer Wand

Wer das Wort Sadismus hört, verbindet es oft mit Sexpraktiken oder im klinisch relevanten Bereich mit Gewaltverbrechen. An den typischen Alltagssadismus – z.B. grundlos Insekten quälen oder als Troll in Blogs böse und beleidigende Kommentare posten – daran denken jedoch die wenigsten. Mit genau diesem Thema hat sich nun ein Forscherteam der Universität von British Columbia um Delroy Paulhus beschäftigt. Die Forscher postulierten,  dass diese Form des Sadismus weit verbreitet und oft ein fester Bestandteil der Persönlichkeit wäre. Diese Vermutung wurde mit Hilfe zweier Experimente gestützt:
In einem ersten Versuch wurden die Probanden vor drei Wahlmöglichkeiten gestellt: Sie sollten entweder eine schmutzige Toilette säubern, ihre Hände in Eiswasser tauchen oder aber drei Kellerasseln, die mit Hilfe von Namen personalisiert wurden, durch eine Kaffeemühle drehen. Die Tiere wurden bei dem Vorgang nicht verletzt, was die Probanden jedoch nicht wussten. Ergebnis: Die Hälfte aller Versuchsteilnehmer entschied sich für das Töten der Tiere, wobei jeder zweite selbst Hand an die Kaffeemühle legte. Diese Probanden erreichten auch hohe Sadismuswerte innerhalb eines Testverfahrens und gaben an, die Tat sogar genossen zu haben.

In einem zweiten Experiment hatten die Versuchsteilnehmer innerhalb eines Spiels die Möglichkeit, den Gegenspieler mit Hilfe eines lauten Geräuschs zu strafen. Der vermeintliche Konkurrent war hierbei jedoch nicht real. Es zeigten sich ähnliche Befunde wie im 1.Experiment.

 

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Bildquelle: © ukw / pixelio.de

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