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Bore-Out: Wenn Unterforderung ermüdet

18. April 2013 – 09:43 kri (1178x aufgerufen) |

Geschäftsmann reibt sich Augen aus

Das Überforderung und ein hoher Arbeistaufwand über eine längere Dauer hinweg sich schädlich auf die psychische und physische Gesundheit auswirken können, ist bekannt. Der Begriff Burn-Out ist in vieler Munde. Neu ist aber, dass Symptome wie Schlafstörungen, Depressionen oder Antriebslosigkeit auch durch zu wenig Arbeit verursacht werden können. Bore-Out wird dieses Phänomen genannt.

 

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Bildquelle: © Rainer Sturm/ pixelio.de

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  1. Ein Kommentar zu “Bore-Out: Wenn Unterforderung ermüdet”

  2. Der Artikel gefällt mir sehr gut. Zu einigen Aussagen möchte ich noch folgendes anmerken:
    1. Die Boreout-Betroffenen schweigen nicht nur deshalb über ihr Problem, weil ihr Sozialprestige niedrig ist, sondern weil sie darüber hinaus in Ihrer Situation überhaupt nicht ernst genommen werden. Häufig schütteln Bekannte, Freunde und Verwandte verständnislos den Kopf und meinen: “ Das sie doch bitte froh sein sollen, so wenig zu tun zu haben – man selber würde sich das geradezu wünschen.“

    2. Es ist wichtig und richtig nach den Ursachen des „Boreout – Problems“ zu suchen. Allerdings muss meiner Erfahrung nach differenziert geschaut werden, welche Lösungen für die Betroffenen dann tatsächlich in Frage kommen. Zum Beispiel schränkt wirtschaftliche Abhängigkeit (bei Alleinverdienern oder Alleinerziehenden) die Handlungsmöglichkeiten stark ein.
    Meiner Meinung nach sollte man folgende Fragen für sich beantworten:
    – wo stehe ich?
    – was will ich, was passt in mein Leben?
    – wie setze ich es um?

    3. Es kommt sehr darauf an, wie stark die einzelnen Menschen unter ihrer beruflichen Situation leiden und wie lange dieses bereits andauert. Vielen reicht ein privater Ausgleich nicht mehr. Sie stecken bereits so tief in der „Boreout-Falle“, das ein – Ausgleich – keine Lösung mehr darstellt.
    Die Meisten, die schon länger in der Unterforderungssituation ausharren, müssen erst einmal Mut und Kraft schöpfen sowie ihren Selbstwert stärken. Erst dann sind sie wieder in der Lage an zukunftsweisende Fragen und Entscheidungen heran zu gehen.

    Autor: Stefan H.G. Duwensee

    geschrieben von Stefan H.G. Duwensee am 29. Apr, 2013

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